Links: Das schwedische Mittelalter
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Finnstigen: Waldarbeit

Finnen wurden von Schweden gern als Einwanderer ins Land geholt.

Finnstigen: Kohlenmeiler

Sie beherrschten die Brandrodung, um aus Wald Ackerfläche zu gewinnen.

Finnstigen: Steuereintreiber

Auch schätzen die Schweden sie als Steuerzahler und Holzkohle-Lieferanten.

Finnstigen Mord

Die Finnen hingegen mochten die schwedische Obrigkeit gar nicht.

Finnstigen: Feier

Die Bilder entstammen einem Schauspiel im Freilichtmuseum Finnstigen.


Finnstigen: Bauernhof

Hof eines reichen finnischen Bauern am Finnstigen.

Wadköping: Marktplatz

Freilichtmuseum Wadköping. Aus ganz Örebro

Wadköping: Stadthaus

wurden hier alte Stadthäuser wieder aufgebaut.

Dalarna: Bauernhaus

Freilichtmuseum in Dalarna: Bauernhäuser aus der

Dalarna: Heuschober

näheren Umgebung wurden hier wieder aufgestellt.

Was war los in Schweden?

Ab dem Jahr 1000 wurde der Versuch unternommen "Schweden" zu gründen. Jedoch hatte der König keine Macht gegenüber den einzelnen Stammesfürsten.

Im 12. und 13. Jahrhunderts wurde Finnland nach mehreren Kreuzzügen dem schwedischen Reich einverleibt. Damit gewann der König verstärkten Einfluss und konnte mit dem Bau königlicher Burgen und der Einführung von Provinzialverwaltungen seine Interessen ernsthaft gegenüber den Stammesfürsten geltend machen und ab 1350 für das ganze Reich gültige Gesetze erlassen.

Eine Pest Epidemie, die Schweden im gleichen Jahr erreichte, führte zu einer lang andauernden wirtschaftlichen Depression. Erst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts war die Krise überwunden.

Im Jahr 1389 wurde die Königsmacht in Dänemark, Norwegen und Schweden durch Erbschaften und Heiraten in einer Hand unter der Regentschaft der dänischen Königin Margarete vereinigt. Unter ihrer Führung wurde 1397 ein Bund geschlossen, die sog. Kalmarer Union, in der die drei skandinavischen Länder denselben König anerkannten. Die Konflikte, die mit den Bestrebungen verknüpft waren, die nationale Einheit Schwedens und seine an die Hanse gekoppelten wirtschaftlichen Interessen zu sichern, mündeten in das Stockholmer Blutbad von 1520, bei dem der dänische Unionskönig Christian II. mehr als 80 der führenden schwedischen Männer hinrichten ließ. Darauf brach ein Aufstand aus, der 1521 zur Absetzung Christians II. und zur Machtergreifung durch den schwedischen Adligen Gustav Wasa führte, welcher 1532 zum schwedischen König gewählt wurde. Die Kalmarer Union war beendet.

Zur gleichen Zeit wuchs der Handel vor allem mit den deutschen Städten, die sich unter der Führung Lübecks in der Hanse zusammengeschlossen hatten. Während der folgenden 200 Jahre, bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts, beherrschte die Hanse den Handel in Schweden, in dessen Gefolge eine große Anzahl von Städten gegründet wurden. Die Landwirtschaft, die die Grundlage des ökonomischen Lebens bildete, steigerte ihre Erträge durch die Einführung der Dreifelderwirtschaft und durch Verbesserungen der Arbeitsgeräte aus der heimischen Eisenproduktion erheblich.

Unter der Regierung von Gustav Wasa wurden die Grundlagen des schwedischen Nationalstaats gelegt. Die Kirche wurde nationalisiert, ihre Güter verstaatlicht und sukzessiv die protestantische Reformation durchgeführt. Gleichzeitig wurde die Verwaltung nach deutschem Vorbild organisiert und die Macht auf den König konzentriert. Es war die Zeit, als die Eisenhütten in Mittelschweden eine größere Rolle für die Wirtschaft des Landes zu spielen begannen.

Außenpolitisch hatte Schweden seit dem Bruch der Union mit Dänemark und Norwegen darauf hingearbeitet, die Vorherrschaft im Ostseeraum zu erlangen. Daraus ergaben sich seit den 60er Jahren des 16. Jahrhunderts wiederholt Kriege mit Dänemark. Nachdem Schweden 1630 mit großem Erfolg auf Seiten der Protestanten in den Dreißigjährigen Krieg eingegriffen hatte, wurde Dänemark in zwei Kriegen besiegt. Da Schweden auch Finnland sowie eine Reihe von Provinzen im Baltikum und in Norddeutschland umfasste, war es damit nach dem Westfälischen Frieden zur führenden Großmacht im nördlichen Europa geworden. Schweden fehlte es allerdings an Wirtschaftskraft, um seine Stellung als Großmacht auf die Dauer behaupten zu können, da es mit Ausnahme der Eisenhütten und der Kupfergrube in Falun ein reines Agrarland mit ausgeprägter Naturalwirtschaft war.

Nach den Niederlagen im Großen Nordischen Krieg (1700–21) gegen Dänemark, Polen und Russland verlor Schweden den größten Teil seiner Provinzen jenseits der Ostsee und wurde weitgehend auf die Gebiete des heutigen Schweden und Finnland reduziert.


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© 2011 Wolfgang Nabel