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Der schwedische Textildesign ergeht es ähnlich wie dem Holzdesign. Das IKEA des Textil Designs ist H&M. Ein großer Teil der Modedesigner, die jedes Jahr ihre Ausbildung abschließen, wird direkt von der Designabteilung bei H&M, dem größten Unternehmen der schwedischen Modeindustrie, übernommen. Andere entwerfen Kostüme für Theater und Film. Entgegen allen Erwartungen sind mehrere Designer mit ihren eigenen Modelinien erfolgreich. Dazu zählen Filippa Kihlborg und Karin Hellners mit Filippa K, die in Europa, Canada und Australien verkaufen. Nygårds Anna Bengtsson entwirft schlichte, elegante Kollektionen, die sich durch einen Hauch von Folklore auszeichnen und verkauft in eigenen Geschäften in Göteborg und Stockholm. Anna Holtblad hat sich in der schwedischen Damenmode eine eigene Nische geschaffen. Zu den jüngeren Modedesignern gehört Bea Szenfeld, deren Entwürfe aber sicher nicht zu den allgemein üblichen Anlässen tragbar ist .

Traditionelle schwedische Unternehmen haben jedoch Schwierigkeiten. Ljungbergs stellt Qualitätsstoffe her, hat aber keinen eigenen Designerstab. Die Muster von Viola Gråsten aus den 50er Jahren, die sich in den 90ern einer Renaissance erfreuten, werden immer noch produziert. Linum, mit eigenen Produktionsstätten in Indien konzentriert sich auf attraktiv komponierte Kollektionen in kariert und gestreift und ist im Ausland u.a. auch Deutschland erfolgreich. Last but not least ist Klässbol ider wichtigste Hersteller von Leinen, dessen Spektrum sowohl traditionellen Damast als auch moderne Entwürfe umfasst.

Die freie schwedische Textilkunst mit ihren großen Traditionen hatte es in den 80er und 90er Jahren schwer. Das Interesse für alte Webtechniken hat jedoch in den vergangenen Jahren wieder zugenommen, und Materialexperimente locken viele junge Künstler. Peter Hellsing verwendet textile Stickerei für völlig neue künstlerische Zwecke, während Pasi Välimaa, Kajsa af Petersens und andere verwegen mit textilem Material experimentieren. Die Grenze zwischen Kunsthandwerk und Kunst ist fließend. Materialqualitäten, die unterschiedlicher nicht sein können, werden vermischt, wie beispielsweise bei Emma Linde, die alte, zerschlissene Bluejeans als Material für ihre Bilder verwendet. Modedesigner in einem kleinen Land zu sein, ist nicht einfach.



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© 2011 Elke Maaß