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Schwedisches Glas Design ist führend in der Welt. Orrefors, Kosta Boda, Nybro, Målerås Bergdala, es gibt wohl nirgendwo auf der Welt eine solche Vielzahl von kreativen Glashütten und so viele innovative Glasstudios wie in Schweden. Wirtschaflich gesehen sind die meisten Glashütten jedoch in einer eher schwierigen Lage.

Die ersten Glasbläsereien siedelten sich im Südenosten Schweden im 17 Jhrd. bei Kosta, Orrefors und Nybro an, weil es dort neben ausreichend Brennholz zum Beheizen der Öfen qualitativ hochwertigen Quarzsand gab.Im Laufe der Zeit entstanden dort über 100 Glasbläsereien. Kosta-Boda wurde 1742 gegründet, Orrefors 1898. Orrefors zeigte sich im Laufe seine Geschichte innovativ: Es entwickelte Techniken mit mehrfarbigen Glasrohlingen, so dass der Grundkörper des Gegenstandes mehrere Schichten unterschiedlicher Farben entielt. Zur Stockholmer Ausstellung 1930 entwarf die Glasbläserei als erste eine Serie Haushaltsgläser in der Design-Tradition der Moderne: geometrisch geformt und schnörkellos. Von 1950 bis 1973 arbeitete die Design Legende Vicke Lindstrand für Kosta Boda. Von den vielen Glasbläsereine gibt es heute noch 14 arbeiten. Neben diesen Glashütten gibt es in der Gegend noch eine Vielzahl Glasdesigner, die einzeln oder im Zusammenschluß in Glasstudios arbeiten.

Der Versuch vor einigen Jahren, die Hütten touristisch attraktiv zum „Glasreich“ zusammen zu schließen, brachte zwar viele interessierte Besucher, aber nicht den wirtschaftlichen Durchbruch. Vor kurzem hat die New Wave Group – eine vom american way of life insperierten Investorengruppen, die insbesondere exklusive Modemarken besitzt - die Glashütten Kosta Boda und Orrefors gekauft. Großzügige und moderne Factory-Outlets laden seit dem Touristen zum Einkauf ein. Ob dieser Zusammenschluss den wirtschaftlichen Durchbruch bringen wird, bleibt abzuwarten. Künstlerisch sind die Hütten jedoch weiter erfolgreich. Bertil Vallien (Kosta Boda) und Ulrica Hydman-Vallien sind international anerkannt. Lena Bergström und Per B Sundberg gelang es, die Glaskunst durch einen neuen Umgang mit dem Material zu bereichern. Unregelmäßige Formen und Oberflächen schaffen neue Eindrücke.Auch einige kleinere Hütten sind erfolgreich. Pukeberg mit schlichten, modernen Formen und frischen Farben, sowie Skruf mit Trinkgefässen und Glasobjekten sowie Bergdala mit seinen Lichtobjekten.

Darüber hinaus gibt es über das ganze Land verteilt Glaskünstler und Studios, die die Glastechnik weiter entwickeln in neuen Zusammenhägen anwenden oder mit Formen und Farben spielen. So ist das Glas Design in Schweden aus wirtschaflicher Sicht wenig erfolgreich, aber vom künstlerischen Standpunkt aus, wird Schwedens Glasdesign auch weiter weltweit führend bleiben.

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© 2011 Elke Maaß